Zu Beginn jeder Stunde verschaffen wir uns gemeinsam einen Überblick über den aktuellen Stoff: Was wurde nicht verstanden und wo gibt es Fragen bei den Hausaufgaben? Sollte die Wissenslücke schon etwas älter sein, gehen wir notfalls kurz ein paar Kapitel im Stoff zurück. Wenn das erledigt ist, trainieren wir für den nächsten Test oder die nächste Klassenarbeit. Bleibt dann noch Zeit übrig, können wir auch schon einmal einen kurzen Blick in das nächste Stoffgebiet werfen. Natürlich will ich hier dem Schulunterricht nicht vorgreifen, sondern nur kurz zeigen, was in etwa demnächst behandelt wird. Das kann dem Schüler ein wenig die Nervosität vor dem großen Unbekannten nehmen.


Hilfe bei Rechenschwäche (Dyskalkulie)

Wenn sich schon im Grundschulalter Probleme beim Rechnen einstellen und selbst unermüdliches Üben keinen Erfolg bringt, dann könnte eine Rechenschwäche die Ursache sein. Die betroffenen Kinder sind nicht dümmer als andere, im Gegenteil, sie wenden beim Rechnen unglaublich viel Energie auf. Aber sie scheitern, weil ihre Vorstellung von Zahlen verzerrt ist.

Ein Beispiel mag das veranschaulichen. Für rechenschwache Kinder sind Zahlen häufig wie Buchstaben. Sie verbinden damit nicht die Vorstellung einer Menge, so wenig wie wir uns unter "E", dem 5. Buchstaben des Alphabets, etwas vorstellen, was so groß ist wie der zweite und dritte Buchstabe zusammen. Um diese einfache "Buchstaben"-Gleichung zu lösen, hilft nur Abzählen (z. B. mit den Fingern) und das dauert entsprechend lang. Im Zahlenraum bis Zehn mag das noch gut gehen, aber ab 10+1 reicht das handeigene Anschauungsmaterial nicht mehr aus.

Ein zielgerichtetes Training kann helfen, Zahlen nicht nur als Symbole, sondern als Mengen begreiflich zu machen. Mengen lassen sich zerlegen und zusammenfügen. Rechts steht im Prinzip die gleiche Plusaufgabe wie eben, aber als Menge dargestellt. Auf dieser Grundvorstellung bauen alle weiteren Rechengesetze auf - und damit auch der Erfolg in kommenden Schuljahren.


Augenmerk auf Grundlagenwissen

Es ist ein weit verbreitetes Phänomen, dass selbst Schüler in den oberen Klassenstufen oft unsicher sind, was die Rechnung mit Vorzeichen und Prozenten betrifft. Umfang und Flächeninhalt werden verwechselt und bei der Bruchrechnung scheitert die Bildung des Hauptnenners, weil das Konzept des kleinsten gemeinsamen Vielfachen nicht "sitzt". Klar, dass kompliziertere Rechnungen misslingen, denn sie beinhalten alle diese Dinge. Wer nach mehreren Jahren Englisch noch nicht weiß, wann man das "Present Perfect" benutzt, dass "become" nichts mit "bekommen" zu tun hat und gängige Redewendungen nicht kennt, is truly headed for disaster1, es sei denn, dieses Wissen wird rechtzeitig und gezielt aufgearbeitet. Es ist mir ein Anliegen, dass Schüler in der Nachhilfe gerade bei diesen Grundlagen sicher werden. Dann kommt es zu weniger Fehlern und neues Wissen lässt sich leichter dazu lernen.


Nicht nur Formeln und Aufgaben pauken sondern verstehen

Viele Schüler verlassen sich auf ihre Formelsammlung, die bei Arbeiten als Hilfsmittel zugelassen ist. Doch die Formelsammlung nützt wenig, wenn der Sinn der Formel selbst nicht klar ist. Es bringt auch nichts, Lösungswege auswendig zu lernen, denn die nächsten Aufgaben sind sowieso wieder etwas anders.


"So seltsam es auch klingen mag, die Stärke der Mathematik beruht auf dem Vermeiden jeder unnötigen Annahme und auf ihrer großartigen Einsparung an Denkarbeit."
(Ernst Mach)

Setzen wir uns doch gemeinsam hin und überlegen, wie man an neue Probleme herangeht. Manchmal ändere ich Aufgaben absichtlich etwas ab, damit gewisse Grundprinzipien sichtbar werden. Oder wir schauen uns mehr als nur einen Lösungsweg an und entscheiden, welcher schneller und einfacher zum Ziel führt. Das spart bei einem Test wertvolle Zeit, die für Selbstkontrolle genutzt werden kann.


Kreatives Englisch-Lernen

Englisch ist als Weltsprache nicht mehr wegzudenken. Aber Vokabel-Lernen und Grammatik sind für viele ein rotes Tuch. Besonders das Sprechen kommt im Schulunterricht häufig zu kurz, dabei ist gerade das nötig, um ein sicheres Gefühl für die Sprache zu bekommen. In der Nachhilfe beziehen wir möglichst viele Sinne mit ein - beim Schreiben, Hören und Selber-Sprechen. Und die Vokabeln schreiben wir nicht in Form langweiliger Deutsch-Englisch Listen auf, sondern so, dass jedes Wort, jede Redewendung eine Bedeutung erhält, die nicht so schnell vergessen wird.

1 to be headed for disaster - auf eine Katastrophe zusteuern